Seit über 50 Jahren gehört das Wuesch-Eiße fest zum Röher
Fastelovend
Männergesamgverein St. Gregorius hält an seiner traditionellen Art, Karneval zu feiern, fest. Plattform für Büttenrednertalente in der Klütt.
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Bericht der Eschweiler Nachrichten
von Freitag, 28. Januar 2005
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ESCHWEILER. Karneval, das ist immer mehr Show, immer prachtvoller inszenierte Sitzungen mit immer mehr und größeren Stars aus den Hochburgen des jecken Treibens. Während sich in diesen Wochen die Programme der zahlreichen Karnevalssitzungen gegenseitig übertreffen, halten die Sänger und Freunde des Männergesangsvereins St. Gregorius Röhe an ihrer traditionellen Art, Karneval zu feiern, fest, und zwar in Form ihres Wuesch-Eiße, das mittlerweile seit über 50 Jahren fast ohne Unterbrechung fest zum Röher Fastelovend gehört.
Im Laufe der Jahre hat sich das Jeckentreffen des Roher MGV darüber hinaus
zur Plattform für Büttenrednertalente entwickelt, von denen auch am Samstag
wieder einige den Weg auf die Bühne, bzw. in die Klütt, einem
überdimensional großen Schnapsglas, wagten.
Der schönste Platz ist immer an der Theke, sang der gastgebende
MGV St. Gregrorius Röhe zur karnevalistischen Einstimmung
und rief somit enne Kneipje alias Hans von Reth auf den Plan.
Nicht nur die Flasche Els in seiner Hand, sondern auch seine Pointen ließen
das Eis im Röher Pfarrheim brechen, so dass die Wildecker Herzbuben Hans
Schmitz und MGV Vorsitzender Heinz-Willi Schiffeier keine Mühe hatten,
das gut aufgelegte Publikum mit ihrem Comeback nach schöpferischer Pause
in Schunkelstimmung zu versetzen. Auch wenn nicht alle Witze zündeten,
stand Fußball-Fan Michael Block seinen Mann und verriet Interna der Bundesligavereine,
um später gemeinsam mit Stefan Minge und Bernd Schmitz als De Jonge
ein Heimspiel zu feiern mit bekannten Eigenkompositionen, die zum Mitsingen
einluden.
Wie ein ProfiBüttenredner wusste Schlawiener Robert Lennartz
von Rosa Funken, seinem Friseur, seiner manchmal zu ehrlichen Schwiegermutter
und Vatersorgen zu berichten. Der gelungene Auftritt zweier völlig gegensätzlicher
Damen an der Haltestelle, köstlich dargestellt von Uschi Minge und Anne-Marie
Schiffeler, sollte dann die erste Rakete des Abends starten lassen. Mit
ihren weiteren Auftritten mit Anekdoten ihrer Hochzeitsreise in die USA
und als Holzfäller gemeinsam mit Stefan und Klaus Minge erntete Uschi
Minge am späteren Abend erneut großes Lob, nicht zuletzt auch von seiner
Tollität, die mitsamt Gefolge den Röher Klütte einen Besuch abstattete.
Auch wenn die Premiere von Robert von Reth als Jong van enne Klütt
nicht gelingen sollte, so bleibt doch allen Akteuren des Abends in Röhe
Respekt zu zollen, schließlich handelte es sich hierbei um Hobbybüttenredner,
die die nicht immer leichte Aufgabe wagten, ein Publikum zu unterhalten
und zum Lachen zu bringen. Zur Belohnung gab es dann auch die lang ersehnte
Wuesch mit Kartoffelsalat, jedoch nicht, bevor der MGV unter Leitung von
Rolf Besse noch einmal betonte: Rüh, dat ess meng Heimat. (vr)
Mit bekannten, selbst kreierten Hits feierten De Jonge einen gelungenen Auftritt. Foto: Volker Rüttgers
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