Menschlich-christliches Miteinander auch in harten Zeiten
Anno 1909: Der Nordpol wird entdeckt, der Toaster erfunden - und die Röher Frauengemeinschaft gegründet. Jubiläumsfeier.
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Bericht der Eschweiler Nachrichten
von Montag, 26. Oktober 2009
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Eschweiler. Vor 100 Jahren wurde die Katholische Frauengemeinschaft Röhe gegründet, damals hieß die Gemeinschaft noch Mütterverein. Dieses seltene Jubiläum begingen die Röher am Samstag mit einem Festgottesdienst und einer sich anschließenden Feier im Pfarrheim.
Die bis auf den letzten Platz gefüllte Pfarrkirche St. Antonius bildete den würdigen Rahmen für den Festgottesdienst, den Pfarrer Dr. Andreas Frick zelebrierte. Die musikalische Gestaltung der Jubiläumsmesse oblag dem Frauenchor der Pfarre unter der Leitung von Kantor Franz Surges sowie dem Männergesangverein St. Gregorius unter Chordirektor Helmut Lausberg. Zu den vielen Besuchern am Samstag gehörte auch Bürgermeister Rudi Bertram.
Tiefe Verbundenheit
Die tiefe Verbundenheit der Röher zu ihrer Frauengemeinschaft
zeigte sich ebenso bei der anschließenden Feier im Pfarrheim, wo die Vorsitzende
Uschi Minge zahlreiche Gäste begrüßen konnte. Ich möchte mit Ihnen
allen auf unser ganz besonderes Jubiläum anstoßen, sagte die Vorsitzende
zu Beginn des Abends und erhob gemeinsam mit den Besuchern das Glas. In
einem kurzen geschichtlichen Abriss erinnerte Uschi Minge, die der Frauengemeinschaft
seit 13 Jahren vorsteht, an die teils schweren Zeiten, in denen die Gemeinschaft
durch ihr Engagement mit half, die oftmals große Not unter der Bevölkerung
zu lindern. Dabei habe man immer das eine Ziel im Auge gehabt: Ein menschlich-christliches
Miteinander in Frieden und Freiheit.
Die Schar der Gratulanten an diesem Abend war groß. Worte des Dankes und der Anerkennung fanden unter anderem der Vorsitzende des MGV Gregorius, Heinz-Willi Schiffeler, Erich Schröder im Namen des Pfarrgemeinderats und des Kirchenvorstands, die kfd-Dekanatsvorsitzende Margarete Remmert sowie Hans-Dieter Büttgen als Vorsitzender der Interessengemeinschaft der Röher Ortsvereine, die allesamt vertreten waren. Büttgen erinnerte humorvoll an das Gründerjahr 1909 mit drei herausragenden Ereignissen: Man stelle sich vor, der Nordpol wird entdeckt, der Toaster erfunden und dann sitzen in Röhe Frauen zusammen und gründen den Mütterverein.
Den Namen Katholische Frauengemeinschaft Deutschland, kurz
kfd, trägt der Bundesverband seit seiner Umstrukturierung im Jahr 1968.
Er symbolisiert, dass längst nicht nur mehr Mütter Mitglied sein dürfen,
sondern alle Frauen - seit 1974 übrigens auch aus anderen christlichen
Bekenntnissen.
Nach dem offiziellen Teil, zu dem der MGV Gregorius einige Ständchen beisteuerte, ließ die Frauengemeinschaft die Feierlichkeiten in fröhlicher Runde ausklingen. Für die musikalische Begleitung sorgte Alleinunterhalter Hans-Gerd Kohnen.
(mic)
Der Männergesangverein St. Gregorius hatte gemeinsam
mit dem Frauenchor der Röher Pfarre den Festgottesdienst musikalisch
gestaltet und brachte der Frauengemeinschaft im Anschluss noch ein Ständchen.
Foto: Michael Cremer
Die Vorsitzende der katholischen Frauengemeinschaft
Röhe Uschi Minge bedankt sich beim
Vorsitzenden des MGV Heinz-Willi Schiffeler für das schöne Ständchen.
Foto: Michael Cremer
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